KDFB

Jubiläumsgottesdienst und Fest der Begegnung

Diözesanvorsitzende Doris Seiberling und ihre Stellvertreterin Monika Halder
Chor Capella Nova aus Opfingen
Domdekan Dr. Dr. Christian Würtz und Weihbischof em. Dr. Bernd Uhl werden flankiert von den Ministrantinnen Nicole Waldvogel, Lydia Reffel und Sarah Schwer
 

Jubiläum 100 Jahre KDFB Diözesanverband Freiburg wird groß gefeiert

Ein traumhaft schönes Fest erleben die Frauen und Ihre Gäste.

Freiburg

Der KDFB-Diözesanverband Freiburg feiert sein 100-jähriges Bestehen, Anlass für Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft zu dem wohl vorbereiteten „Fest der Begegnung“ nach Freiburg zu kommen - dieses großartige Ereignis soll gefeiert werden.

In der voll besetzten Konviktkirche zelebrierten zu Beginn, in Vertretung von Erzbischof Dr. Stephan Burger, der emeritierte Weihbischof Dr. Bernd Uhl und der neue Weihbischof Dr. Christan Würtz einen von dem Gottesdienstteam um die geistliche Beirätin Susann Floss vorbereiteten eindrucksvollen Jubläumsgottesdienst - musikalisch begleitet von dem Instrumentalensemble Conissimo aus Bombach und dem Chor Capella Nova aus Opfingen.

 

Doris Seiberling, unsere Diözesanvorsitzende, begrüßt alle Anwesenden im Priesterseminar

Nicht nur das kirchliche Fest wurde zum traumhaft  schönen Jubiläum gestaltet, sondern auch das weltliche, das nach dem Gottesdienst in den Räumen des Priesterseminars stattfand.

Vor dem liebevoll vorbereiteten Mittagessen begrüßte die Diözesanvorsitzende, Doris Seiberling die geladenen Gäste und die Frauenbundfrauen aus den 17 Zweigvereinen. Besonders hob die Vorsitzende in ihrer Rede die wertvolle Zusammenarbeit der Vorstandsdamen Johanna Blasel, Susanne Floss, Monika Halder, Monika Hölzl, Maria Schmutz, Maria Süß und Ingrid Weinmann sowie Claudia Waldvogel vom Diözesanbüro während der Jubiläumsvorbereitungen hervor. Mit viel Herzblut haben sich die ehemaligen Vorsitzenden Bärbel Beha und Regina Schwalb, die ehemals als Schriftführerin tätigen Rosemarie Osner um das Jubiläum gekümmert - alle haben in hervorragender Weise zum Gelingen des Festes beigetragen. Sie berichtete, dass der Diözesanverband Freiburg im Moment 1.200 Mitglieder zählt. Bundesweit engagieren sich 180.000 Frauen aus 21 Diözesen und 1.800 Zweigvereinen für den Frauenbund und verschaffen sich Gehör, wenn es um die gelebte Botschaft Jesu Christi, die Zukunft unserer Kirche und um die Anliegen von Frauen geht.

Musikalische Begleitung des Festes mit dem Frauenorchester "Sax mit Herz"
Beim Sektempfang finden angeregte Unterhaltungen statt
Ute Hücker von der Bundesgeschäftsstelle moderiert das Fest der Begegnung
Die Veranstalterinnen als Zuschauerinnen
Ute Hücker als Moderatorin vom Bundesverband und Sabine Slawik als Vizepräsidentin beim Grußwort
Regina Schwalb, ehemalige Diözesanvorsitzende, berichtet über die Vergangenheit des Diözesanverbandes
Claudia Waldvogel vom Diözesanbüro erzählt von der Solibrot-Aktion des Diözesanverbandes Freiburg und der Zweigvereine Buchen, Gernsbach und Triberg
Marina Beck, Mitglied des Diözesanausschusses, berichtet über das Schlagwort "Frauensolidarität" der Bundesaktion "bewegen"
Johanna Blasel, Beisitzerin im Diözesanvorstand, berichtet über das Element "Weihe" der bundesweiten Aktion
Ute Hücker vom Bundesverband und Vizepräsidentin Sabine Slawik am Podium
hinten v.l. Ingrid Weinmann (Beisitzerin), Monika Halder (stellvertretende Vorsitzende), Doris Seiberling (Vorsitzende), Maria Süß (Schatzmeisterin), Susanne Floss (geistliche Beirätin)
vorne v.l. Johanna Blasel (Beisitzerin), Monika Hölzl (Beisitzerin), Maria Schmutz (Schriftführerin)
 

Nach den Grußworten der Stadt Freiburg, die CDU Stadträtin Irmgard Waldner überbrachte übermittelte die Vizepräsidentin Sabine Slawik die Grüße vom KDFB Bundesverband. Anschließend führte Ute Hücker vom Bundesverband mit dem Thema: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kompetent durch den Nachmittag. „Es tut gut, sich seiner Wurzeln zu besinnen und sich bewusst zu machen, wessen Nachfahrinnen Sie heute sind; was in der Vergangenheit in Ihrem Verband geschah, was ihn bewegte, stärkte, was er initiierte, was ihn kennzeichnete. Die Früchte der Vergangenheit sind noch in der Gegenwart vorhanden, auch wenn 100 Jahre vergangen sind. Das, was den Verband geprägt hat, bleibt, ist ein Schatz und kann Sie heute motivieren, kraftvoll, stolz, selbstbewusst und freudig die Gegenwart des Verbandes so zu gestalten, dass die Zukunft gute Chancen hat, sich bei Ihnen wohlzufühlen“, so die Moderatorin.

Regina Schwalb hat den Blick in die Geschichte des KDFB gewagt und ist auf interessante Ereignisse gestoßen.

Das Jahr 1919 war ein bedeutendes Jahr für Frauen, denn sie durften am 19. Januar 1919 erstmals wählen und sich als Kandidatinnen für politische Wahlen zur Verfügung stellen. Der neue Frauenbund im Bistum Freiburg wuchs in den ersten 13 Jahren ordentlich – 56 Zweigvereine gab es, eine stattliche Zahl. Auch die Landfrauenvereinigung, die bis heute eine Einrichtung des KDFB ist, bildete sich und nahm ihre Aktivitäten auf. Doch wie sah es in der Zeit von 1931 bis 1945 aus? Welchen Stellenwert hatte der Frauenbund in dieser Zeit? Auf diese Fragen von Ute Hücker ging Regina Schwalb detailliert und fundiert ein. Die Antworten führten bis in die Gegenwart, über die Doris Seiberling ausführlich berichtete. Über exemplarische Aktivitäten berichteten aus dem Zweigvereinen Buchen Brigitte Röckel, aus Freiburg Eli Salm und Birgit Kruac, aus Gernsbach Eva Agrawal und Brigitte Lungwitz; Petra Hirth vertrat den ZV Schweighausen und Claudia Waldvogel den ZV Triberg.

Sie erzählten von verschiedenen ehrenamtlichen Maßnahmen, angefangen von der Flüchtlingsarbeit über den Dorfladen und die Schüler-Hausaufgabenhilfe  bis hin zur Förderung von Vorschulkindern, über Bildungsarbeit, geographische Exkursionen  und den „Solibrot-Aktionen“. Beim Blick in die Zukunft formulierten der Frauenbund fünf große Ziele, die möglichst bald erreicht werden sollen. Dabei  handelt es  sich um die fünf Elemente der bundesweiten Aktion zu den Themen Solidarität, Lohngerechtigkeit, Glauben, Weihe und Verantwortung.

Ute Hücker befragte Marina Beck, Johanna Blasel, Monika Hölzl, Ingrid Weinmann und Lioba Just nach ihren Einstellungen zu diesen Themen. Als Fazit bilanzierte Sabine Slawik „Wir Frauen müssen uns bewegen und Forderungen stellen, sonst ändert sich nichts“. Die wohltuenden Musikstücke des Frauenorchesters „Sax mit Herz“ ergänzten die interessanten Darstellungen.

Doris Seiberling betonte in ihrer Abschlussrede: „Miteinander füreinander – gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Die Zukunft unseres Frauenbundes, aber dadurch auch die Zukunft  der Gesellschaft und Kirche. Unsere vielbeachtete Kunstaktion „Engel der Kulturen“  hat eindrücklich gezeigt, dass ein Miteinander-Verbundensein möglich ist – denn nur im vertrauensvollen  Miteinander der Religionen ist eine friedliche Zukunft denkbar. Mit dem „Engel der Kulturen“ konnten wir uns am 17. Mai 2019 als Frauenbund öffentlich präsentieren – wir wurden in einer besonderen Weise wahrgenommen.

Seit 100 Jahren begleiten und gestalten Frauen den KDFB und ebenso die Entwicklung unserer Erzdiözese. Wir stehen für Interessen und Wahrung der Frauenrechte und setzen uns für die Gleichberechtigung von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein. Wir  sind überzeugt, dass dies nur mit bewegten und überzeugenden Frauen möglich ist – damals wie heute und auch in Zukunft“.                                                                                             

Doris Seiberling
Diözesanvorsitzende